After Lapse – „Pathways“
After Lapse
„Pathways“
Frontiers Records / Membran
Aus Spanien kommt die 2018 gegründete sechsköpfige Progressive Metal Band After Lapse, die bereits beim Demo große Aufmerksamkeit auf sich zog. Das italienische Label Frontiers Music zeigte sich mehr als begeistert und brachte schließlich das Debüt „Face The Storm“ heraus. Diese Investitionen hat sich gelohnt, nun steht das zweite Album „Pathways“ in den Plattenregalen, und auch hier wird deutlich, dass mit dieser Truppe in der progressiven Metal Szene durchaus zu rechnen ist. Inspiriert von sowohl Bands der Prog-, als auch Power Metal Szene haben sie durch dieses breite Spektrum mittlerweile ihren ganz eigenen Sound gefunden, der sich auch auf dem neuen Album nochmals manifestiert. Vor allem die Songs „Wounds Of The Past“ (mit leichtem Threshold-Touch) und „Thanks But No Thanks“ (Angra lassen grüßen) zeigen trotz Referenzen deutlich ihre Eigenständigkeit und verbinden die beiden genannten Genres perfekt miteinander. Herausragend ist auch die variable Stimmfarbe des Sängers Rubén Miranda zu nennen, der gekonnt in mittleren und höheren Sphären unterwegs sein kann. Tendenziell eher an Fates Warning und Pain Of Salvation, als an Dream Theater angelehnt, offenbaren die neun Songs von „Pathways“ mehr Prog Rock als Prog Metal, kommt sehr filigran daher und überrascht mit vielen artfremden Elementen und interessanten Strukturen. Da es auch immer etwas Neues zu entdecken gibt, wird dieses Album definitiv nicht langweilig. Bemerkenswert ist auch, dass „Pathways“ ganz ohne die, für den progressiven Bereich typischen, überlangen Songs auskommt. Als Abschluss gibt’s noch den keyboardlastigen Song „Temperance“ vom Tastenmagier und Cheflenker Pablo Sancha. Die Truppe besitzt auf jeden Fall Potenzial und wird in den kommenden Jahren sicher noch oft von sich hören lassen. Daher gilt es sich den Bandnamen After Lapse der feurigen Spanier definitiv zu merken!
(8,5/10 – DK)